Sailor

In einem Pariser Nachtclub verlangte der Eigentümer, daß seine Hausband in Seemanns-Kostümen auftrete, als Referenz an einen Matrosen, der einige Jahre zuvor sein Leben gerettet hatte. Diese Tradition hielt sich bis Anfang der 70er Jahre, dann brannte der Club “Le Matelot“ bis auf die Grundmauern ab. Phil Pickett, Keyborder, und George Kajanus, Sänger, zwei “Überlebende“ dieser Club-Band, zog es darauf hin wieder zurück nach London. Sie verpflichteten Henry Marsh als Keyboarder und Grant Serpell als Drummer und gründeten damit ihre eigene Band : SAILOR.

Seitdem gelten SAILOR als eine der innovativsten Bands der 70er Dekade. Neben dem extra für SAILOR angefertigten Nickelodeon, ihrem Markenzeichen, gehörten Mandolinen, Akkordeon, Militärtrommel und Glockenspiel zum erweiterten Instrumentarium.

Ihr erstes 1973 veröffentlichtes Album “Traffic Jam“ erreichte mit gleichnamiger Hitsingle in Holland Goldstatus. Doch bereits mit ihrem zweiten Album “Trouble“ eroberten SAILOR fast ganz Europa. Die Single “A Glass Of Champagne“ dominierte 1975 die Charts, ein Jahr später war es “Girls Girls Girls“ und 1976 hieß ihr Hit “Stiletto Heels“.

Die Livekonzerte von SAILOR waren berühmt für ihren theatralischen Status. Die Bühnendekoration erinnerte an eine Hafenstadt, und das fahle Licht einer Straßenlaterne sowie Palmen vervollständigten ihr Image als singende Matrosen und rastlose Globetrotter.

Anfang der 80er trennten sich die Wege der Band.

George Kajanus veröffentlichte 3 Alben mit der Popband Data; Henry Marsh komponierte Musik für´s Fernsehen; Grant Serpell unterrichtete Chemie; und Phil Pickett schloß sich Culture Club an, war u.a. Co-Autor von deren weltweiten Hits“Charma Chameleon“ und “It´s A Miracle“.

Zwölf Jahre nach ihrer Auflösung reformierten sich SAILOR in Originalbesetzung und feierten mit “La Cumbia“, “Mr. Secretary“, und “Latin Eyes“ ein gelungenes Comeback.

1995 verließ Georges Kajanus die Band um eine Solokarriere zu beginnen. Das aktuelle Line Up von Sailor sind : Oliver Marsh, Phil Pickett, Henry Marsh und Tom Marsh

OLYMPUS DIGITAL CAMERA